
Kreta hat viele Gesichter – wilde Schluchten, sanfte Strände, zerklüftete Berge. Aber einer meiner Lieblingsorte ist dieser: Agios Nikolaos.
Ich saß früh am Morgen auf einer kleinen Bank oberhalb des Voulismeni-Sees. Die Stadt war noch verschlafen, aber das Licht begann, sich sanft auf den Häuserfassaden zu spiegeln. Es war einer dieser Momente, in denen man einfach nur dasitzen und nichts tun möchte – außer schauen, atmen und dankbar sein.
Der See wirkt wie ein Auge, das zum Meer hinausblickt, eingerahmt von gemütlichen Tavernen, kleinen Fischerbooten und pastellfarbenen Häusern. Ein bisschen italienisch, ein bisschen ägäisch – und ganz eindeutig kretisch.
Was Kreta für mich besonders macht, ist dieser Wechsel zwischen lebendigem Alltag und tiefer Ruhe. Zwischen Touristenrummel und stillem Rückzugsort. Und Agios Nikolaos ist ein Ort, an dem beides nebeneinander bestehen kann.
